Generalversammlung 2018

Jahresbericht 2017 des Präsidenten

Liebe Turnerfreunde

Meinen diesjährigen Jahresbericht möchte ich mit einer kleinen Kurzgeschichte einleiten:

Die kalifornische Küste lag nebelverhangen da an jenem Morgen des 4. Juli 1952. 34 Kilometer westlich davon, auf der Insel Catalina, watete eine 34-jährige Frau ins Wasser und schickte sich an, in Richtung Kalifornien zu schwimmen, entschlossen, diese Strecke als erste Frau zu bewältigen. Ihr Name war Florence Chadwick. Sie war bereits die erste Frau gewesen, die den Ärmelkanal in beiden Richtungen durchschwommen hatte. Das Wasser war eiskalt, und der Nebel war so dicht, dass sie kaum die Begleitboote ausmachen konnte.

Millionen schauten über die nationalen Fernsehsender zu. Mehrmals mussten Haie mit Gewehren vertrieben werden, um die einsame Gestalt zu schützen. Die Müdigkeit war nie ihr großes Problem bei diesen Schwimmleistungen gewesen – es war die eisige Kälte, die ihr zu schaffen machte. Über fünfzehn Stunden später bat sie, steif vor Kälte, aus dem Wasser geholt zu werden. Sie konnte nicht mehr. Ihre Mutter und ihr Trainer, die im Boot neben ihr herfuhren, sagten ihr, dass die Küste schon ganz nah sei. Sie drängten sie nicht aufzugeben, aber als sie zur kalifornischen Küste hinüberschaute, sah die Schwimmerin nichts als den dichten Nebel und bat darum, herausgeholt zu werden. Stunden später, als ihr Körper sich erwärmt hatte, kam der Schock über ihren Misserfolg. Nur eine halbe Meile vor der kalifornischen Küste war sie aus dem Wasser gezogen worden!

Ein Reporter fragte sie: „Miss Chadwick, was hat Sie davon abgehalten, diese letzte halbe Meile zu schwimmen?“ „Es war der Nebel“, antwortete sie. „Wenn ich das Land hätte sehen können, hätte ich es geschafft. Wenn man da draußen am Schwimmen ist und sein Ziel nicht sehen kann …“

Florence Chadwick blieb es verwehrt die kalifornische Küste zu erreichen Obwohl ihre Begleiter ihr mitteilten, dass die Küste in unmittelbarer Nähe wäre, fand sie nicht mehr die Kraft die letzten Meter zu schwimmen. Im anschliessenden Interview erklärte sie den Nebel als Grund für ihre Aufgabe. Dieser nahm ihr die Sicht und sie konnte ihr Ziel, die kalifornische Küste, nicht mehr erkennen.

Florence fehlte damit eine der wichtigsten Antriebe für menschliches Schaffen: ein Ziel. Trotz dem Wissen, dass die Küste in der Nähe war, liess die schlechte Sicht ihr Ziel in unerreichbare Weiten zu rücken. Die Geschichte zeigt wie wichtig Ziele für uns Menschen sind. Sie geben uns den Weg vor und motivieren uns dazu, unsere Handlungen auf das Erreichen des von uns gesetzten Ziels auszurichten. Es macht keinen Unterschied ob es mein Ziel ist möglichst viele Briefmarken zu sammeln oder ob ich danach Strebe die Armut auf unserem Planeten zu reduzieren. Jedes Ziel ist und bleibt wichtig und hat eine besondere Bedeutung für die entsprechende Person. Ziele sind auch vielschichtig. Das Leben eines Menschen kann nicht nur auf das Erreichen eines grossen Überzieles ausgelegt sein. Dafür ist das Leben schlicht und einfach zu Facettenreich. Viel eher besteht das Leben aus mehreren kleinen Zielen. Was möchte ich persönlich erreichen? Welche beruflichen Ziele habe ich? Wie möchte ich mit meinem sozialen Umfeld interagieren? Dies sind nur einige Beispiele.

Als Präsident von unserem Turnverein komme ich nicht umher auch über die Ziele des TV Kleinhüningen nachzudenken. Was möchte ich in meiner Amtszeit erreichen? Wie möchte ich in Erinnerung bleiben? In welche Richtung möchte ich den Verein führen? Nicht alle diese Antworten können ich oder der Vorstand alleine treffen. Für die Beantwortung einiger Fragen braucht es auch Euch, die Mitglieder des Turnvereins Kleinhüningen. Was erwartet ihr vom Turnverein? Mit welcher Motivation kommt ihr ins Training? Manchmal scheint es mir, dass uns diese Zielsetzung in der letzten Zeit abhanden­gekommen ist. Sei es bei uns im Vorstand, der sich derzeit lediglich darauf konzentriert, den Laden am Laufen zu halten oder in den verschiedenen Riegen, die zwar fleissig trainieren, sich aber nicht im Klaren sind zu welchem Zweck und auf welches Ziel hin. Wohin soll es gehen? Diese Frage möchte ich hier und jetzt vor allem an unseren Nachwuchs stellen. Ihr seid die nachfolgende Generation, die mitentscheidet, was aus dem Turnverein wird. Als Helfer und Aktive könnte ihr diese Entwicklung mitgestalten. Im Vorstand dominieren nun seit einigen Jahren die «Jungen». In der Aktivriege ist die Ü30-Fraktion bereits klar in der Unterzahl. Der Wechsel ist also im Begriff stattzufinden und wir müssen uns bald entscheiden, welche Ziele wir im Turnverein haben. Den ohne sie «dümpeln» wir nur orientierungslos vor uns hin.

An dieser Stelle könnte ich meinen Bericht eigentlich gegen Ende führen. Doch vorher würde ich gerne kurz persönlich zu den von mir aufgeworfenen Fragen eine Stellung beziehen. Eines meiner Ziele für den Turnverein ist es, dass unsere Gemeinschaft weiterhin so harmonisch und solidarisch zusammenhält, wie sie das in der Vergangenheit bereits oftmals bewiesen hat. Der Turnverein soll eine Anlaufstelle bleiben, an die Ihr euch gerne wendet und wo Ihr euch wohl fühlt. Eine Generalversammlung soll beispielsweise nicht zu einer mühsamen Pflichtveranstaltung verkommen, sondern ein Anlass sein an dem wir unsere Kameradschaft feiern können und uns über das was uns lieb ist austauschen können. Diese ist eine meiner Motivationen als Präsident des Turnverein Kleinhüningen und es freut mich zu sehen, dass wir dieses Ziel doch immer wieder erreichen. Ich danke Euch für eure Einsätze, die Freundschaft und hoffe, dass wir uns dieses Ziel nie vom Nebel verhüllen lassen werden oder aufgeben danach zu streben.

Fürs Präsidium

Cyril Schneider



Generalversammlung 2017

Jahresbericht 2016 des Präsidenten

Liebe Turnerfreunde

Wiederum endet für uns ein weiteres Turnjahr. Es brachte für uns aus turnbetrieblicher Sicht wieder einmal einige freudige Ereignisse. Aus Sicht des Vorstands bleibt das Jahr allerdings etwas mühsamer in Erinnerung. Die Themen mit welchen wir uns auseinanderzusetzen hatten können nicht wirklich als Selbstläufer bezeichnet werden. Doch eins nach dem anderen…

Wie gewohnt, erlebten wir im Vorstand auch nach der letztjährigen Generalversammlung eine Phase der Ruhe und Erholung. Anlässe wie das Finale der Wintermeisterschaft im Februar oder der Sternmarsch im April belebten unser Vereinsleben und bescherten uns sowohl Spannung im Wettkampf, als auch gemütliches Beisammensein vor dem Grill. Als Präsident und Jugendleiter liess ich es mir natürlich nicht nehmen am traditionellen Pfingstlager unseres Nachwuchses zu teilzunehmen. In den letzten Jahren konnte ich den erfreulichen Trend nachverfolgen, dass immer wieder neue Kinder aus dem Kinderturnen dazukommen und das Wochenende mit den Freunden aus dem Verein verbringen. Machten vor wenigen Jahren noch Teenager den Hauptteil der Lagerteilnehmer aus, so sind es mittlerweile die Mädchen und Jungen aus dem Kinderturnen.

Die Sommersaison startet ein letztes Mal auf dem Vogelsangplatz, bevor unser Provisorium nach den Sommerferien schliesslich aufgelöst wurde und wir unsere neuen Räumlichkeiten auf der Sandgrube beziehen konnten. Mittlerweile haben wir uns auch dort eingelebt und sind mit der neuen Situation sehr zufrieden. Am Turnfest in Sonterswil gaben unsere jungen und alten Aktive, wieder einmal alles um ein ansprechendes Resultat zu erzielen. Das zehnjährige Jubiläum des Sprysse-Cups verpasste ich leider aus studientechnischen Gründen. Doch aus verschiedenen Quellen hörte ich, dass es ein gelungener Anlass bei bestem Wetter war. Mit dem gemeinsamen Schlussturnen mit dem TV Horburg und der Damenriege Kleinhüningen endete schliesslich die Sommersaison.

Kaum in der Halle fussgefasst begannen auch schon die Vorbereitung für die Jahresfeier. Unter dem Motto «In 80 Minuten um die Welt» performten alle Riegen ihre eingeübten Nummern. Unterstützt wurden wir wie alle Jahre von der Jazz-Tanzgruppe und dem TV St. Johann. Wie jedes Jahr ein zufriedenstellender Anlass. Nach Weihnachten liessen unsere Mitglieder gemeinsam das vergangene Turnjahr beim Altjahresbummel auspendeln. Wir genossen das Zusammensein und die gemütliche Atmosphäre im winterlichen, aber vor allem kalten, Kleinhüningen.

So viel zum Vereinsleben…parallel dazu arbeiteten wir im Vorstand hinter «verschlossenen» Türen an verschieden Projekten. Eines davon konntet ihr heute vor der Generalversammlung begutachten. Zusätzlich zum den neuen Räumlichkeiten hatten wir die Chance uns einen Mehrzweckraum zu mieten. Er dient uns als Sitzungszimmer, Archiv und Materialraum. Der Raum hat den Vorteil, dass sich nun alle Besitztümer des Turnvereins an ein und demselben Ort befinden. Wir sind davon überzeugt, dass wir diese Tatsache besonders bei unseren Anlässen schätzen lernen werden, da wir unsere Habseligkeiten nun nicht mehr aus Beats Keller, dem Gemeindehaus oder unserem Kellerlager zusammensuchen müssen. Vor allem unsere Helfer werden diese Tatsache garantiert zu schätzen wissen. Mit unserem neuen Raum eingehend, kommt aber auch unser zweiter Schwerpunkt in diesem Jahr zu tragen. Nämlich unsere Finanzen.

Ihr könnt euch denken, dass unserer neuer Raum nicht gratis daherkommt. Doch im Vorstand erschienen uns die daraus resultierenden Vorteile grösser als die Kosten dafür. Zumal uns der TV Kleinbasel mit der Miete sehr entgegenkam. Wer unsere Finanzen in den letzten Jahren verfolgte, bemerkte leider einen kleinen aber konstanten Negativtrend. Zustande kamen die negativen Abschlüsse jeweils durch eine Kombination aus teureren Platzmieten, weniger Einnahmen an Anlässen und auch weniger Gelder von Sponsoren und Gönnern. Für das neu designte, und etwas kostenintensivere TV Aktuell versuchten wir eine gemeinsame Lösung mit der Damenriege Kleinhüningen zu finden, da es schön gewesen wäre, wenn auch sie sich an dessen Kosten beteiligen würden. Leider ist uns das bis anhin noch nicht gelungen.

Aus finanzieller Sicht wird uns das Turnjahr 2017 also nicht in guter Erinnerung bleiben. Was aber können wir tun damit wir nicht in eine unabwendbare Negativspirale gelingen? Einerseits sind wir vom Vorstand sind jetzt gefragt uns Lösungen zu finden, unsere Ausgaben wieder in Balance mit unseren Einnahmen zu bringen. Andererseits braucht es für ein gesundes Vereinsleben auch eure Mithilfe. An dieser Stelle würde ich euch gerne offiziell dazu aufrufen, uns bei diesem Thema zu unterstützen. Auch ihr könnt dazu beitragen unseren Turnverein auf dem rechten Weg zu behalten. Falls ihr Ideen habt, was das den Trainingsbetrieb, Anlässe oder das allgemeine Vereinsleben angeht, meldet euch doch bei uns. Mailt, schreibt oder «WhatsAppt» uns eure Ideen. Natürlich sind wir auch immer froh um Helfer an unseren Anlässen oder Mitglieder, welche aktiv bei der Organisation eines Solchen mithelfen. In den vergangenen Jahren hat es sich leider eingeschlichen, dass nahezu jegliche Anlässe von den gleichen Leuten organisiert werden. Man könnte den Verein mit einem Gebäude vergleichen; je breiter und stärker das Fundament gebaut ist, desto stabiler steht, was obenauf ist. In unserem Fall, der Turnverein. Zurzeit ist dieses Fundament leider etwas dünn und wird von nur wenigen Leuten gefestigt.  Auch der Vorstand ist nur ein kleiner Teil davon; die breite Masse nämlich seid ihr! Wir vom Vorstand wünschen uns für den Verein ein breiter abgestütztes Fundament von Mitgliedern, welche den Verein tragen. Schon nur mit einem kleinen Ämtlein entlastet ihr die Hauptorganisatoren extrem. Und schlussendlich profitieren von dieser Entlastung alle. Frischer Wind kann an unsere Anlässe gelangen und bei den bereits aktiven Organisatoren werden neue Kapazitäten für andere Schwerpunkte frei. So können wir unser Vereinsleben am Leben, abwechselnd und vor allem, und das ist das Wichtigste, zu einem guten Erlebnis für alle unsere Mitglieder machen.

Fürs Präsidium

Cyril Schneider



Generalversammlung 2016

vom Freitag, 4. März

Jahresbericht 2015 des Präsidiums

Liebe Turnerfreunde

Im letzten Jahr stellte ich an dieser Stelle unseren «jungen und wilden Vorstand» und seine Zusammenarbeit mit den erfahreneren Mitgliedern des Vorstands. Am Ende blieb die Feststellung, dass es in einem Verein alle, und zwar von Jung bis Alt, braucht, um eine funktionierende Gruppe zu sein. Für das Vereinsjahr 2015 fällt mir als erstes der Begriff «Durchzogen» ein. Das heisst es gab viele positive Ereignisse, aber auch einiges Schwierigkeiten, von denen ich hoffe, dass wir sie mit dieser Generalversammlung hinter uns lassen können. Doch rollen wir das Jahr noch einmal von Anfang an aus:

Zum Vorstand, stiess auf das Vereinsjahr 2015 neu Bruno Kindler. Er übernahm von Jasmin die Administration. Bruno fügte sich nahtlos in unsere kleine Gruppe ein und ich bin stets froh um seine Ideen und seinen Rat.

Wie üblich verlief die Zeit bis zu den Osterferien sehr ruhig. Ende März kämpfte unser Nachwuchs an der Wintermeisterschaft um Medaillenplätze und im April fand der traditionelle Sternmarsch statt. Beide Anlässe waren ein Erfolg und ein tolles Erlebnis für die Beteiligten. Nach den Ferien hiess es: «Vogelsang, wir kommen!!». Auch in diesem Jahr trainierten wir auf unserem neuen, alten Platz. Dies wird auch voraussichtlich in diesem Jahr noch der Fall sein. Das Sommer Wetter kam nur langsam in Fahrt und so fanden die ersten Trainings unserer Aktivriegler für das Turnfest mehrheitlich bei Regen statt. Was ihrem Eifer aber nichts abtat. Das Erlernte konnte am Turnfest in Stein angewandt werden. Inmitten des Hitzesommers fand Anfang Juli der neunte Sprysse-Cup statt. Wieder fand sich ein grosses und vor allem starkes Teilnehmerfeld bei uns auf der Vogelsangmatte ein. Dieses Jahr wird der Cup sein Jubiläum feiern. Wir hoffen den bisherigen Erfolg des Anlasses auch noch ein zehntes Mal zu erleben. Mit der Turnfahrt und dem Schlussturnen liessen wir den Sommer gemütlich ausklingen. Bei ersterer versuchten wir uns erneut als Selbstversorger und der familiäre Rahmen rief bei vielen Teilnehmern Freude hervor. Dass Schlussturnen stand allerdings unter einem schlechten Stern. Das Wetter war alles andere als gut und so fanden leider weniger Zuschauer als auch schon den Weg zu uns.

Ende November fand schliesslich unsere Jahresfeier statt. Alle Riegen haben sich wieder einmal ins Zeug gelegt um uns einen gemütlichen Abend zu bescheren. Die Feier fand wahrscheinlich zum letzten Mal im Saal des Restaurants Drei Könige statt. Der Besitzer möchte ihn gerne anderweitig nutzen. Wie es in Zukunft weiter geht ist noch nicht klar. Doch wir sind überzeugt, den Anlass ähnlich wie bisher weiterzuführen. Nach Weihnachten trafen sich viele Vereinsmitglieder zum Altjahresbummel in den Langen Erlen. Was mich besonders freute war, dass viele Mitglieder zu uns fanden, denen man unter dem Jahr selten begegnet.

Soviel zum Jahresverlauf…

Etwas Anderes, was mich sehr gefreut hat war, dass zur Sommersaison hin eine Gruppe von junge Frauen aus der Jugendriege versuchsweise in den Aktiv-Betrieb übertrat. «Versuchsweise» deshalb, weil noch nicht ganz alle das nötige Übertritts-Alter erreicht hatten. Um aber die Gruppe nicht zu spalten und ihnen somit den Übergang zu erleichtern, wurde entschieden, alle auf einmal in die Aktivriege zu integrieren. Erfreulicherweise fügten sie sich gut in die Riege ein. Wer uns kennt, weiss dass dies nicht immer einfach ist. Aber offenbar stimmt es bis jetzt.

Dieses Beispiel und auch jenes unserer neu zusammengewürfelten Vorstandsgruppe, welches ich anfangs erwähnte, bringt mich zu der Frage: Was hält eine Gruppe zusammen? Was verbindet eine Gruppe von Freunden, oder sogar eine ganze Nation? Oder in unserem Fall; einen Verein. Auf Antworten bin ich in einem Buch über die Geschichte der Menschheit gestossen, welches ich vor einiger Zeit gelesen habe. Darin wird erörtert, warum sich die Menschheit zur mächtigsten Spezies der Erde entwickelt hat. Einer der wichtigsten Aspekte ist, dass wir in der Lage waren, und es immer noch sind, uns zu grossen, miteinander kooperierenden Gruppen und Gemeinschaften zusammenzuschliessen. Dies brachte uns einen Vorteil im Kampf um die Herrschaft als herrschende Spezies über die Erde.

Menschen haben von Natur aus ein Bedürfnis nach sozialer Eingebundenheit und Kontakt zu anderen Menschen. Früher war dies die einfachste Möglichkeit zu überleben. Ganz nach dem Stichwort: «Gemeinsam sind wir stark». Je grösser allerdings eine Gruppe wird, desto schwieriger wird es, sich zu koordinieren und einen Weg zu finden, der für alle richtig ist. Funktioniert dieser Prozess in einer grossen Gruppe nicht, werden sich irgendwann einige Mitglieder, welche unzufrieden sind, von der Gruppe lossagen und ihre eigenen Interessen verfolgen. Übrig bleiben am Ende jene Menschen, mit denen uns Gemeinsamkeiten verbinden und deren Ideen wir teilen.

Dieser Gedanke lässt sich auch auf unseren Turnverein übertragen. Was verbindet uns? Es ist die Freude an der Bewegung, feste Kameradschaften, einander zu besseren Leistungen anzutreiben und miteinander Feste zu feiern. Das ist es möglicherweise, was uns als Mitglieder des TV Kleinhüningen zusammenhält. Und es sollte auch im Interesse von uns allen sein, dass der Verein uns weiterhin einen Ort bietet, an dem wir unseren Ideen folgen können.

Diese Gemeinsamkeiten verbinden nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch andere Turnerinnen und Turner in der ganzen Schweiz. Man kommt sofort miteinander ins Gespräch und schliesst Freundschaften, fühlt sich verbunden. Doch zurück zu uns. Selten empfand ich in einem Jahr eine solche Hilfsbereitschaft bei uns, wenn es darum ging, bei Anlässen anzupacken. Vielleicht täusche ich mich da und die Organisatoren von den Anlässen widersprechen mir, aber ich möchte an dieser Stelle ein herzliches und wohlverdientes Dankeschön an alle Helfer, Organisatoren und Vorstandsmitglieder für ihren Einsatz für die Interessen des Vereins aussprechen.

Zu Beginn fiel das Wort «durchzogen». Dazu kommen wir nun. Dieses Jahr demissionierte der Präsident des Turnverbandes Basel-Stadt. Viele Jahre lang stand er für uns ein, organisierte gemeinsam mit seinem Vorstand unser Verbandsleben. Die Position ist nach wie vor vakant. Ich hoffe es wird sich in baldiger Zukunft jemand Geeignetes finden. Vielleicht ja unter uns?

Auch möchte ich kurz Stellung nehmen zu unserer Arbeit im Vorstand. Uns ist bewusst, dass sie in diesem Jahr Entwicklungspotential gehabt hätte. Stellvertretend dafür, die späte Einladung zu dieser Generalversammlung, wofür ich mich aufrichtig Entschuldigen will. Wir wollen uns im neuen Jahr wieder mit ganzem Elan und Motivation ins Amt stürzen und hoffen, wir können uns dabei ein weiteres Jahr auf eure Unterstützung verlassen. Denn denkt daran: «Gemeinsam sind wir stark!»

Fürs Präsidium

Cyril Schneider



Generalversammlung 2015

vom Freitag, 6. März

Jahresbericht 2014 des Präsidiums

Liebe Turnerfreunde

Im Vergleich mit dem Jahr 2013, ist das vergangene Turnjahr äusserst Ereignisarm und unspektakulär. Dies, obwohl es eigentlich vielversprechend begann. An der letztjährigen Generalversammlung stellte sich Simon Schneider überraschenderweise für das bereits als vakant angesehene Amt des Vize-Präsidenten zur Verfügung. Unsere Versammlung liess sich diese Chance natürlich nicht entgehen und bestätigte die Wahl einstimmig. Zugleich wurde auch Cedric Schneider als neuer Redaktor des TV Aktuell bestätigt. Die vielerseits erwarteten Unstimmigkeiten und Machtkämpfe des Brüdertrios im Vorstand blieben glücklicherweise aus und das Vereinsgeschäft konnte ohne weiteres fortgeführt werden. Auch meine dreimonatige Abwesenheit von Ende September bis Weihnachten hinterliess keine bleibenden Schäden im Vereinsgefüge. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die Vorstandsmitglieder, welche mich an diversen Anlässen vertraten und die Vereinsleitung souverän weiterführten.

In Anbetracht dass unsere derzeitige Vereinsführung aus, doch mittlerweile, mehrheitlich „Jungen“ zusammengestellt ist, ist das nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Um kurz zusammenzufassen, wer diese „Jungen“ sind möchte ich folgendes Zitat zur Hilfe beiziehen:

„Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“ (Sokrates)

Es ist also sehr verwunderlich, dass der Turnverein trotz ausufernder, jugendlicher Fahrlässigkeit, nach wie vor funktioniert. Zumal ich bedenke, dass die Hälfte erst in Ausbildung ist und dementsprechend keine Erfahrungen hat und sowieso mehr Zeit mit „rümlümmeln“ am Rheinufer verbringt, als sich mit der Führung des Turnvereins zu beschäftigen. Obwohl unsere Generation also mit teilweise unterschiedlichen Ideen, Umgangsformen, sowie Norm- und Wertvorstellungen aufwuchs funktioniert das Ganze bis anhin doch nicht schlecht.

Möglich machen das meines Erachtens zwei wichtige Tatsachen. Zum einen sind diese „Jungen wilden“ eng mit dem Turnverein verbunden und deshalb sehr motiviert für das Fortleben des Vereins zu arbeiten. Praktisch alle Vorstandsmitglieder sind seit mehreren Generationen im Turnverein vertreten und sind aktiv am Vereinsleben beteiligt.

Jedoch würden all diese Begeisterung und der Tatendrang sehr wahrscheinlich ziellos ins Leere laufen, wenn da nicht noch einige Wegweiser anzutreffen wären, welche das Treiben von Zeit zu Zeit wieder in die richtigen Spuren lenken. An erster Stelle steht hier natürlich unser dienstältestes Vorstandsmitglied, René. Bei Fragen und Unklarheiten weiss er meistens Rat und Tat zu helfen. Obwohl wir fleissig dazu lernen, treffen wir immer wieder auf neue Herausforderung und Situationen in denen wir nicht weiter wissen.

Ferner jedoch aber nicht minder wichtig sind alle Mitglieder, welche auf eine lange Karriere im Turnverein Kleinhüningen zurückblicken können. Sei es als Aktiv-, Passiv- oder gar Ehrenmitglied. Viele setzten sich früher, und einige tun es auch heute noch, stark für den Verein ein. Ein paar wenige werden es hoffentlich auch in zehn Jahren nicht lassen können. Ob beim Mithelfen und Organisieren von Anlässen oder sogar mit der Tätigkeit als Vorstandsmitglied prägten und formten Sie, und hier kann ich auch ganz bewusst sagen „IHR“, den Turnverein. Wir „Jungen“ sind immer erfreut wenn wir vom riesigen Erfahrungsschatz von den Turnerinnen und Turnern profitieren und Tipps und Ratschläge einholen können.

Um ehrlich zu sein, und ich hoffe ich kann für meine ganze Generation sprechen, möchten auch wir den Turnverein prägen. Wir möchten ihn umwälzen und anpassen und, um es im Sportlerjargon zu sagen, ihn für das 21. Jahrhundert „fit“ machen. Dabei aber trotzdem seinen Traditionen und Ursprüngen treu bleiben. Konkret heisst das für uns, dass wir uns der Entwicklung der Gesellschaft und des Lebens gegenüber nicht komplett verschliessen. Sondern neue Bedürfnisse, Vorstellungen und Umstände wahrnehmen und für den Turnverein adaptieren. Diese Anpassungen können beispielsweise in optischer und kommunikativer Hinsicht vorgenommen werden, woran wir derzeit mit dem TV Aktuell arbeiten. Wichtig ist, dass die Massnahmen den Zweck erfüllen, dass der Turnverein für das Quartier attraktiv bleibt und eine konstante Anlaufstelle für turninteressierte Kinder aber auch Erwachsene bleibt. Nicole Schäublin und Nicole Reinacher steht grosser Dank zu, dass zumindest letzterer Punkt in die Tat umgesetzt werden konnte. Sie haben die grosse Werbetrommel aktiviert und sind vom Zulauf für das KITU-Training beinahe überrannt worden. Mittlerweile werden sie auch von Daniel Arnold bei der Trainingsleitung unterstützt.

Die hohe Teilnehmerzahl in den Nachwuchsriegen verspricht längerfristig ein aktives Vereinsleben, welches hoffentlich noch lange andauert. Unser Ziel wird es sein, eine Verbindung zwischen allen Altersgruppen und Riegen zu schaffen und so eine erhöhte Verbundenheit mit dem Turnverein Kleinhüningen aufzubauen, in welcher alle voneinander profitieren und gemeinsam den Turnverein weiterentwickeln, damit er auch noch in 50 Jahren lebt. Schlussendlich wollen auch wir in geraumer Zeit den neuen „Jungen“ mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Fürs Präsidium

Cyril Schneider




Vorstandsmitglied gesucht

Lieber TV Kleinhüningen

Wie ich bereits vor einem Jahr angekündigt habe, trete ich per GV 2015 als Sekretärin zurück. Die Stelle ist noch immer vakant…

Die Arbeit beinhaltet die Vorstandssitzungen zu protokollieren und weitere diverse administrative Arbeiten. Der Aufwand beträgt durchschnittlich ein paar Stunden im Monat. Manchmal ists mehr, manchmal ein bissen weniger. :-)
Ganz tolle Vorstandskollegen freuen sich auf ein neues Mitglied!

Wer Intresse hat, darf sich gerne bei einem Vorstandsmitglied melden. Je früher, desto besser.

Mit sportlichen Grüssen und bis zur GV

Jasmin



Generalversammlung 2014

vom Freitag, 21. Februar

Bericht vom "neuen" Präsi

Liebe Turnerfreunde

Wieder ist ein Jahr vergangen.

Und ich muss sagen, dass es einem als Aktiv- und Vorstandsmitglied des Turnvereins Kleinhüningen nie langweilig wird. Zu dieser Erkenntnis bringt mich das ereignisreiche Jahr 2013. Selten war ein Turnjahr so emotional auftreibend und bot viele Momente voller höchster Glücksgefühle aber auch Situationen, in denen ich am liebsten mein Turnverein-Leibchen an den Nagel gehängt hätte. Doch ich will nicht vorgreifen und fange mit einem ruhigen und gemütlichen Start ins Jahr 2013 an.

Es begann im April nach der Generalversammlung. Durch die verspätete GV war das Präsidiumsjahr praktisch schon vorbei, bevor es überhaupt angefangen hatte. Das Vereinsleben verlief ruhig und ohne grosse Geschehnisse. Ein ganz normaler Frühling eben. 

Am Sternmarsch begleitete uns dieses Jahr wieder die Sonne, was dazu beitrug, dass eine ordentliche Anzahl Vereinsmitglieder zusammenfand. Auch wenn es natürlich noch mehr sein dürften.

Ende Frühling begann sich dann bei vielen, ich hoffe zumindest, dass ich nicht nur für mich spreche,langsam ein Funken Vorfreude auf das Eidgenössische Turnfest in Biel herauszubilden. Aus meiner Sicht war das ETF 2013 sicherlich eines Jahreshighlights würdig. Für diesen Anlass, welcher zehn Tage dauerte, arbeiteten tausende Menschen intensiv daran, dass das Fest ein voller Erfolg wird. Als es schliesslich soweit war, trübte ein schweresGewitter die Vorfreude aller Beteiligten. Doch die Veranstalter schraken nicht zurück und mit der Unterstützung von vielen helfenden Händen konnte ein Fest veranstaltet werden, welches die Turnerwelt, sowie auch unsere kleine Turnfamilie begeisterte. An zwei Wochenenden gaben unsere Jugend- und Aktivriegler alles, um eine gute Punktzahl im Wettkampf zu erzielen. Vor Ort wurden wir von unseren mitgereisten Supportern lautstark unterstützt. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön. Zurück in Basel marschierten alle Vereine gemeinsam zum Marktplatz und genossen dort einen kleinen Willkommens-Apéro. Anschliessend donnerten die Trommeln und Piccolos der Fasnachtsclique JB Santihans, welche uns durch Kleinhüningen begleitete, in den Strassen des Quartiers.

Im Juli fand wieder unser Kubbturnier statt, welches erneut ein Erfolg auf ganzer Linie war. Die Kubbverrückten dieser Welt scheinen zum Glück wohl nie genug zu kriegen.

Doch leider folgte auf den prachtvollen Sommer ein kleiner Tiefschlag. Was sich das Jahr hindurch immer mehr abgezeichnet hatte, bestätigte sich im August. Mein Präsidiumspartner Dominic Schäublin demissionierte aus dem Vorstand, nachdem er lange Zeit mit sich gerungen hatte. Ich möchte ihm an dieser Stelle für die langjährige Zusammenarbeit danken und wünsche ihm alles Gute. Welche persönlichen Auswirkungen das Ganze auf mich hat, kann ich im Moment noch nicht abschätzen. Ich werde vorerst weiterhin meinen Part im Vorstand erfüllen. Sofern das gewünscht ist.

Eine weitere personelle Angelegenheit betrifft Beat Bachmann. Auch er tritt per Generalversammlung 2014 von seinen Vorstandsposten als Redakteur des TV Aktuell zurück um sich voll und ganz seiner Ausbildung zu widmen. Auch ihm wünsche ich viel Glück und bedanke mich für die tolle Arbeit im Vorstand.

Im September standen das Schlussturnen und die Turnfahrt auf dem Programm. Ersteres konnte bei traumhaftem Wetter und vielen Teilnehmern durchgeführt werden. Während die Jugendriegler sich in grossen Mengen auf dem Sportplatz tummelten, glänzten die Aktiven erneut eher durch ihre Abwesenheit, als durch den Schweiss, der auf dem Wettkampfplatz vergossen wurde. Weitaus zahlreicher besuchten uns auch die Ehrenmitglieder der ausführenden Turnvereine. Aber auch hier bleibt ein kleiner Wermutstropfen hängen. War es doch das letzte Turnfest auf der Sandgrube, wie wir sie kennen und lieben. Wir warten gespannt darauf, wie sie sich uns in den nächsten Jahren präsentieren wird.

Auch an die Turnfahrt verirrte sich leider nur ein kleines Grüppchen. Wir hatten trotzdem enormen Spass und genossen die Wein Degustation und die Wanderung.

Ein weiterer persönlicher Höhepunkt in diesem Jahr war die Jahresfeier. Mit dem Motto Zeitmaschine passte sie auch exakt ins Setting. Dieses Jahr feierten wir nämlich wieder im Restaurant Drei Könige in Kleinhüningen. Alle Riegen konnten dem Publikum erneut sehr gute Nummern präsentieren.

Nach Weihnachten trafen sich viele Vereinsmitglieder zum traditionellen Altjahresbummel. Dieses Jahr führten uns die Organisatoren am kleinhüninger Rheinufer entlang und man übte sich in kleineren Wettkämpfen. Danach gab es ein vorzügliches Nachtessen im Platanenhof.

Nun stehen bereits wieder die Generalversammlung und das Jahresende vor der Tür. Ich bin gespannt was sie und das folgende Jahr dem Turnverein bringen mögen.

Doch zunächst möchte ich allen Organisatoren von Anlässen und Helfern ein herzliches Dankeschön aussprechen. Ohne euch könnte unser Turnverein nicht in seiner jetzigen Form existieren. Das Beispiel des Eidgenössischen Turnfests hat gezeigt, was mit gegenseitiger Unterstützung und trotz kleineren, aber auch gröseren Gegenschlägen, erreicht werden kann. Vielleicht fühlen sich einige jetzt angesprochen, sich auch noch mehr für den Verein einzusetzen und vielleicht hier und dort ein helfende Hand zu bieten. Schlussendlich profitieren alle davon und schliesslich ist das fertige Werk bisher immer die Arbeit wert gewesen.

So, jetzt habe ich aber reichlich die Moralkeule geschwungen und wünsche euch allen ein weiteres wunderbares Jahr im Turnverein Kleinhüningen.

Fürs Präsidium

Cyril Schneider


Der Vorstand im 2014

René Back, Simon Schneider, Jasmin Back, Cyril Schneider, Roland Opprecht, Cedric Schneider